Getestet: Runde Magnetfilter von Maven

Transparenz:

 Mir wurden die Filter von Maven zum Testen zur Verfügung gestellt, ich schreibe hier aber meine eigenen Erfahrungen. Maven hat mich allerdings nicht gebeten etwas zu den Filtern zu schreiben. Dennoch handelt es sich um Werbung.

 

Bisherige Erfahrung und Equipment:

Seit vielen Jahren verwende ich Filter in der Naturfotografie. Teils 100mm x100mm Steckfilter und teils runde Metall-Schraubfilter (77mm) von Haida. Diese Kombination ist bewährt aber nur bedingt beliebt. Das Steckfilter-System ist sperrig, schwer und nimmt im Fotorucksack viel Platz ein. Daher bleiben diese Filter immer öfters zuhause.

 

Schraubfilter haben auf Dauer viele Nachteile: Das Gewinde der Schraubfilter (Glas in Metallrahmen) wird bei häufiger Benutzung hakelig und schwergängig. Zudem bekommt man die Kombination aus mehreren Filtern (PL+ND) bei Kälte kaum auseinander. Um das Problem zu beheben, haben wir uns am 3D-Drucker eigene Filterzangen gedruckt. Zusätzlich treten immer mal wieder Lensflares bei Gegenlicht auf. Im Laufe der Zeit hat sich der Metallrahmen verändert und das Glas sitzt nicht mehr fest und wackelt. Durch die sehr scharfkantigen Rahmen habe ich mir schon unzählige Handschuhe zerschnitten.

 

Alles in allem bin ich mit der bisherigen Kombination nicht glücklich.

Funktioniert, könnte aber besser sein.. 

Daher bin ich seit längeren auf der Suche nach einer Alternative. Umso mehr freue ich mich, dass mir die Firma Maven angeboten hat, ihr Magnetfiltersystem zu testen.

 

In meinem System ist ein Metalladapter. Damit kann man mit jedem Objektiv das magnetische Filtersystem verwenden. Zudem befanden sich mehrere Filter (PL, 3ND, 6ND, 9ND, IR 720, IR 860, einem Case, Rück- und Frontdeckel) in der Lieferung.

 

Was als erstes ins Auge fällt, sind die farbigen Ringe. Jeder Filter hat seine eigene Farbe und Codierung. Auf einem Blick findet man im Fotorucksack seinen gewünschten Filter (nachdem man sich das sehr logische Farbsystem eingeprägt hat). In das beigefügte kompakte robuste Case passen 5 Filter und damit ist man bereits mit dem notwendigsten Filtern für die Touren ausgestattet.

 

Zudem sind die Filter ein farbenfroher Hingucker im Fotorucksack.


 

Test:

Der Test fand nicht im Labor statt sondern beruht auf meine eigene praktische Erfahrung.

 

Für den Test habe ich einfach meine bestehende Haida-Schraubfilter-Kombination und das neue Maven-Filtersystem in den Fotorucksack gepackt und bin an den nahegelegenen Bach gefahren. Für die erste Serie verwendete ich das Schraubsystem, das bereits wie gewohnt bei kalten Temperaturen hakelig war und anschließend das Maven-System. Bereits die Farben machten schon gute Laune. Einmal den Adapter auf das Objektiv geschraubt (der kann fest draufbleiben)  ging das Fotografieren und Filterwechseln super einfach. Die magnetischen Filter halten sehr gut dem Adapter und mehrere Filter kombinieren, geht problemlos. Wenn jetzt noch die Farbechtheit passt, dann sind diese Filter in Zukunft ein fester Bestandteil im Fotorucksack und auf Touren dabei.

Für den Vergleich hatte ich je Filtersystem eine Serie fotografiert und dabei die Bildnummern notiert. (Je 1 Aufnahme mit PL, PL+3ND, PL+6ND, PL+9ND, IR).

 

 

Am Rechner zuhause stellte ich dann die RAW-Aufnahmen Haida vs Maven gegenüber. Farblich konnte ich tatsächlich nicht viel Unterschied feststellen, Maven evtl etwas klarer und einen Hauch neutraler.

 

Allerdings bemerkte ich bei der Kombination PL+ ND im Weitwinkel leichte Vignettierungen. Das kann man zwar im Lightroom einfach korrigieren, aber besser wäre es ohne die Vignetten.

Vielleicht sind die neuen Filter, die PL+ND Filter vereinen vorteilhafter.

Fazit:

Das Handling und die Übersichtlichkeit hat mich vollends überzeugt. Daher werde ich bei dem System bleiben.

Bezüglich Vignette werde ich noch die anderen Filterkombinationen testen. Zudem bietet Maven jede Menge Kreativfilter an. Einige sind sicherlich eine große Spielerei und finden selten Anwendung, aber etwas  Kreativität schadet nie.

 

Bei mir haben die Filter den Test im winterlichen Norwegen hervorragend überstanden und dürfen somit im Fotorucksack bleiben. (Mehr Aufnahmen findest Du in der Serie 69 N - Winter am Polarkreis.).

Hast Du noch Fragen oder möchtest Du mehr dazu wissen, dann freue ich mich auf Deine Nachricht.